Ich bin Mutter von drei Kindern. Meine Familie steht für mich an erster Stelle. Gleichzeitig liebe ich es, kreativ zu arbeiten, Neues zu lernen und eigene Ziele zu verfolgen. Beides gehört zu meinem Leben – auch wenn es im Alltag einiges an Organisation verlangt.
Wie ich diesen Weg gehe, war schon einmal Thema eines Zeitungsartikels über mich. Hier möchte ich selbst davon erzählen: was mir meine Arbeit gibt, wie Selim und ich unseren Alltag gestalten und weshalb ich andere Frauen ermutigen möchte, ihre eigene Balance zu finden.
Meine Kinder stehen an erster Stelle
Schon nach der Geburt meines ersten Kindes wusste ich, dass ich beruflich aktiv bleiben möchte. Ich habe damals gemerkt, wie wichtig mir dieser Teil meines Lebens ist. Meine Kinder haben meine Prioritäten verändert. Die Freude daran, etwas zu gestalten und mich weiterzuentwickeln, ist geblieben.
Im Zeitungsartikel habe ich es sehr offen ausgedrückt: Ich glaube, ich wäre die schlechtere Mutter gewesen, wenn ich aufgehört hätte zu arbeiten. Das beschreibt mein persönliches Empfinden. Es ist kein Maßstab für andere Mütter und sagt nichts darüber aus, welcher Weg für eine andere Familie richtig ist.
Für mich gehören meine eigenen Bedürfnisse zu einem Familienleben dazu, das uns trägt. Meine Kinder sind das Herzstück meiner Entscheidungen. Und die Energie, die ich aus meiner kreativen Arbeit mitnehme, begleitet mich auch wieder nach Hause.

Warum mir meine Arbeit Kraft gibt
„Arbeiten ist für mich wie Urlaub. Nur mit Terminen.“ Dieser Satz von mir bringt es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt. Natürlich gehören auch Aufgaben und Verbindlichkeit dazu. Aber kreativ zu sein, Ideen umzusetzen und mich mit Social Media zu beschäftigen, gibt mir viel zurück.
Nach der Geburt meiner jüngsten Tochter bin ich nach etwa sechs Wochen behutsam wieder eingestiegen. Das war meine persönliche Entscheidung und kam aus meinem eigenen Antrieb. Ich wollte wieder etwas von dem tun, das mich erfüllt. Daraus lässt sich kein Zeitplan für andere Frauen ableiten.
Ich möchte dazulernen und offen für Neues bleiben. Auch meinen Kindern möchte ich vorleben, dass Entwicklung zum Leben gehört. Für mich heißt das: eigene Interessen ernst nehmen und zugleich im Blick behalten, was unsere Familie gerade braucht.
Arbeiten ist für mich wie Urlaub. Nur mit Terminen.

Unser Alltag braucht Struktur und klare Prioritäten
Mit drei Kindern braucht es Organisation. Ich erlebe den Familienalltag als eine Aufgabe, die viel Aufmerksamkeit und Energie verlangt. Nur für die Kinder da zu sein, ist für mich anstrengender als mancher Arbeitstag. Das habe ich im ursprünglichen Artikel ganz ehrlich gesagt.
Deshalb sind Struktur und klare Prioritäten für mich wichtig. Sie helfen mir, die verschiedenen Aufgaben im Blick zu behalten. Meine Kinder kommen zuerst. Zugleich möchte ich Raum für Arbeit, Bewegung und kurze Auszeiten lassen.
Ein perfektes Bild davon möchte ich nicht vermitteln. Zu einem echten Alltag gehören auch Stress und Rückschläge. Mir ist wichtiger, offen darüber zu sprechen, als den Eindruck zu erwecken, bei uns würde immer alles reibungslos laufen.
Wie Selim und ich unseren Alltag gestalten
Selim ist ein liebevoller Vater, der sich bewusst Zeit für unsere Kinder nimmt. Wir gestalten unser Leben als Familie gemeinsam. Trotzdem sind Haushalt und Kinderbetreuung bei uns nicht in jedem Bereich genau hälftig aufgeteilt.
Einen großen Teil der Alltagsorganisation übernehme ich. Ich sehe darin eine Stärke von mir und bringe sie bewusst ein. Im Zeitungsartikel habe ich dazu gesagt: „Ich bin stark darin. Warum sollte ich es nicht nutzen?“
So beschreibe ich unsere eigene Aufteilung. Andere Familien brauchen andere Lösungen. Für mich gehört zu einem ehrlichen Blick auf Partnerschaft auch, zu sagen, wie unser Alltag tatsächlich aussieht – mit den Aufgaben, die jeder von uns übernimmt.

Auch meine Bedürfnisse brauchen Platz
Sport, Bewegung und gesunde Ernährung gehören für mich zu den Dingen, die mich stärken. Genauso wichtig sind kurze Auszeiten und bewusste Zeit mit meinen Kindern. Gerade in anstrengenden Phasen helfen mir diese Bestandteile meines Alltags.
Auf unserem YouTube-Kanal spreche ich auch über Mutterschaft, Organisation, Routinen und Selbstfürsorge. Dabei möchte ich das echte Leben zeigen. Dazu gehören schöne Momente genauso wie die Tage, an denen viel zusammenkommt.
Mir ist wichtig, Frauen darin zu bestärken, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Niemand sollte sich dafür schämen müssen, neben der Familie auch persönliche Wünsche zu haben. Wie viel Raum diese Wünsche bekommen und wann, ist für jede von uns unterschiedlich.
Meine Vision wächst mit meinem Leben
Ich möchte mich beruflich weiterentwickeln, Neues ausprobieren und dazulernen. Gleichzeitig verliere ich meine wichtigste Priorität nicht aus den Augen: meine Kinder. Diese Verbindung prägt den Weg, den ich gehen möchte.
Meine Vision zu leben bedeutet für mich, beides ernst zu nehmen. Die Verantwortung für meine Familie und den Wunsch, mich selbst weiterzuentwickeln. Ich muss daraus keine allgemeine Anleitung machen. Es ist mein Weg, und er darf zu meinem Leben passen.
Wenn du selbst zwischen Familienalltag und eigenen Zielen stehst, wünsche ich dir den Mut, deine Balance selbst zu definieren. Vielleicht sieht sie ganz anders aus als meine. Was gibt dir Kraft? Und welchem Wunsch möchtest du wieder etwas mehr Raum geben?
Danke, dass du auch diese Seite von mir liest.
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